11.09.2006: Neubau und Reparatur von Floatglasanlagen
Neubau und Reparatur von Floatglas - Anlagen durch die Industriemontagen Leipzig GmbH
Um den hohen Anforderungen und der steigenden Nachfrage nach Flachglas in der Auto- und Bauindustrie zu genügen, sind zur Zeit weltweit ca. 280 Floatglas - Anlagen in Betrieb, welche nahezu alle nach dem Floatverfahren von Sir Alastair Pilkington produzieren. Die Anlagen arbeiten in der Regel ca. 11 - 15 Jahre und müssen dann einer grundlegenden Reparatur unterzogen werden, da durch den kontinuierlichen Schmelzprozeß bei Temperaturen bis zu 1.600 °C die Feuerschutzauskleidung einem starken Verschleiß unterliegt. Die Industriemontagen Leipzig GmbH hat sich seit 1995 darauf spezialisiert, an namhafte Flachglashersteller auf nationaler sowie internationaler Ebene für derartige Analgen den Stahlbauanteil zu montieren und, teilweise in Kooperation mit deutschen Stahlbaufirmen, zu liefern. Die Stahlkonstruktion einer Floatglas - Anlage besteht im Wesentlichen aus Traggerüsten für die feuerfeste Ausmauerung, aus Rauchgaskanälen und Wechselschiebern, aus Unterkonstruktion für technologische Ausrüstungen und aus Zugangskonstruktionen wie Treppen, Bühnen und Laufstegen; also eine Mischung aus konstruktivem Stahlbau und Maschinenbau. Besonderes Know-how erfordern der Einbau und die Nachjustierung von Nachspannelementen, die eine kontrollierte Ausdehnung der Konstruktionen beim Antempern auf eine Betriebstemperatur von bis zu 1.600 C ermöglichen. Der Gesamtumfang der zu liefernden und zu montierenden Stahlkonstruktion beträgt bei einem Neubau ca. 1.000 t, bei Kaltreparaturen (cold repair) sind je nach Größe der Anlage und Zustands-analyse 300 - 500 t zu demontieren, etwa 50% wiederaufzubereiten und 50% durch Neukonstruktion zu ersetzen. Während Neubauten unter vergleichbaren Baustellenbedingungen anderer Produktionsanlagen realisiert werden und im Zusammenwirken mit Bau-, Feuerfestbau- und Ausrüstungsgewerken entstehen, sind Kaltreparaturen besonderen Bedingungen unterworfen. Die Anlage muß in einem pönali-sierten Zeitfenster von meist 90 Tagen wieder betriebsbereit sein. Das bedeutet eine hohe Intensität und Parallelität der Leistungen beim Abbruch, der Wiederaufbereitung und beim Neubau. Da der Zustand der Stahlkonstruktion zum Teil erst während der Abbrucharbeiten sichtbar wird, ist schnelles Reagieren für die Lieferung und die Aufarbeitung des Bestandes vor Ort in Form einer Baustellenfertigung notwendig. Unterkonstruktionen für Ausrüstungsaggregate und der bewegliche Teil der Stützgerüste verlangen bei der Montage eine hohe Genauigkeit, um die spätere Funktionsfähigkeit bei hohen Temperaturen zu gewährleisten. Schließlich ist die Mitwirkung beim Anheizen (Tempern) der Anlage zur Beobachtung und Nachjustierung von Druckschrauben, Zugstangen, Teller- und Kegelstumpffedern bei Umgebungstemperaturen von 40 - 50° C über 3 Wochen eine Aufgabe der Stahlbau - Spezialisten. Diese Leistungen haben wir 2006 für die Firmen Saint Gobain im Flachglaswerk Torgau und Pilkington im Glaswerk San Salvo / Italien zur Zufriedenheit der Auftraggeber ausgeführt. Als Neubauvorhaben wurde 2006 die Montage der Floatglas - Anlage Osterweddingen bei Magdeburg realisiert. Insgesamt kann die Industriemontagen Leipzig GmbH nunmehr auf den reichhaltigen Erfahrungsschatz von 6 Kaltreparaturen und 4 Neubauten von Floatglas - Anlagen im In- und Ausland zurückgreifen.
Dazu erreichte uns ein Referenzschreiben der Firma EUROGLAS. |